Tinktur aus Kräutern
Blog,  für dich,  Kräuter- & Gesundheitstipps,  Kräutertipps

Wie mach ich eine Tinktur aus Kräutern?

Wie mach ich eine Tinktur aus Kräutern? Das ist wohl die am häufigsten gestellte Frage meiner TeilnehmerInnen. Deshalb habe ich mich entschlossen, einen Blog zu diesem Thema zum Nachlesen zu schreiben.

 

Was ist eine Tinktur?

Eine Tinktur ist Kräuterauszug auf Alkoholbasis.

 

Was sind die Vorteile einer Tinktur?

  • eine Kräutertinktur herzustellen, geht sehr einfach
  • du benötigst dafür nicht viele Zutaten und Utensilien
  • sie ermöglicht dir, die Heilkraft der Kräuter das ganze Jahr über nutzen zu können
  • du kannst eine Kräutertinktur wunderbar auch unterwegs anwenden, da sie in jede Handtasche passt und sofort einsatzbereit ist

 

Was brauche ich, um eine Tinktur herzustellen:

Um eine Kräutertinktur herzustellen, benötigst du

  • Kräuter deiner Wahl (am besten frisch, wenn das nicht möglich ist, kannst du auch getrocknete Kräuter verwenden)
  • 40% Schnaps (Wodka, Korn, Obstler…)
  • Schraubverschlussglas
  • Trichter
  • Filter (Filtertuch, Kaffee- oder Teefilter)
  • dunkles Fläschchen mit Tropfeinsatz
  • Etikett oder Kärtchen oder einen Glasmalstift zum Beschriften

 

Wie mache ich eine Tinktur?

Du gibst die zerkleinerten Kräuter deiner Wahl in ein Schraubglas. Es sollte bei frischen Kräutern ca. bis zur Hälfte mit den Pflanzen angefüllt sein. Wenn du getrocknete verwendest, darf es auch etwas weniger sein. Nun fülle bis zum Rand mit dem Alkohol auf, verschließe das Glas und schüttle es fest durch.

Jetzt stelle deinen Ansatz für 3 bis 6 Wochen an einen hellen, warmen Ort. In dieser Zeit werden die Wirkstoffe der Kräuter langsam in den Alkohol übergehen. Um diesen Prozess zu optimieren, empfehle ich dir, das Glas täglich zu schütteln.

Danach filtere deine Tinktur ab, fülle sie in dunkle Tropffläschchen und beschrifte sie.

 

Wie wende ich die Tinktur an?

Du kannst Kräutertinkturen innerlich oder äußerlich anwenden. Wenn du sie einnehmen möchtest, werden 2 bis 3 x täglich 10 bis 20 Tropfen empfohlen.

Äußerlich kannst du sie zum Einreiben, für Waschungen oder zum Einarbeiten in kosmetische Produkte verwenden.

 

Geht’s auch ohne Alkohol?

Wenn du einen Kräuterauszug ohne Alkohol ansetzen möchtest, kannst du stattdessen Essig nehmen. Wenn du diesen Auszug dann noch mit Honig vermischt, hast du ein wohlschmeckendes Oxymel. Dieses wird auch gerne von Kindern genommen (erst ab dem 2. Lebensjahr!!! anwenden). Wenn du mehr darüber wissen willst, empfehle ich dir mein YouTube Video „5 Kräuter gegen Husten für ein Oxymel“.

 

Welche Kräuter eignen sich für eine Tinktur?

Grundsätzlich eignen sich alle Heilkräuter dafür. Wichtig ist, dass du nur Kräuter pflückst, die du auch ganz sicher bestimmen kannst! Im Zweifelsfall empfehle ich dir, sie lieber im Reformhaus oder in der Apotheke zu kaufen.

Hier ein paar Tipps für Tinkturen, die ich immer daheim habe:

  • Arnikatinktur – bei sämtlichen Verletzungen, Muskelverspannungen, nach Operationen etc.
  • Braunellentinktur – bei beginnender Erkältung (auch gemischt mit Kapuzinerkresse und Zistrose zur Infektabwehr) und bei Herpes
  • Fichtenspitzentinktur – zum Einreiben bei Muskelverspannungen
  • Johanniskrauttinktur – äußerlich: bei Insektenstichen, Verbrennungen, Sonnenbrand / innerlich: nur in Absprache mit dem Arzt bei Depressionen (VORSICHT: lichttoxisch!)
  • Kapuzinerkressetinktur – bei Entzündungen der oberen Atemwege, bei Harnwegsinfekten, bei beginnender Erkältung
  • Lavendeltinktur – bei Insektenstichen, bei Unruhe und Schlafproblemen
  • Melissentinktur – zum Einreiben bei Muskelverspannungen und Lippenherpes, zum Einnehmen bei  innerer Anspannung, Stress, Verdauungsproblemen und Herpes, zum Einarbeiten in Kosmetika
  • Ringelblumentinktur – äußerlich bei Verletzungen aller Art und Hautproblemen, zum Einarbeiten in Salben
  • Pfefferminztinktur – bei Übelkeit und Magen-Darmproblemen
  • Salbeitinktur – bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, gegen übermäßiges Schwitzen, zum Einarbeiten in Deos
  • Schafgarbentinktur – bei Magen-Darmproblemen und Frauenbeschwerden
  • Weißdorntinktur – bei Unruhe, hohem Blutdruck, Wechseljahrbeschwerden und für das Altersherz
  • Zistrosentinktur – zur Infektabwehr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.