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Wie ich meinen Krebs und meine Schilddrüse heilte

Wie ich meinen Krebs und meine Schilddrüse heilte

Ich möchte euch kurz meine persönlichen Erfahrungen mit Schilddrüsenerkrankungen (Hashimoto, Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenknoten) und Blasenkrebs schildern. Damit möchte ich all jenen, die ebenfalls erkrankt sind Mut und Hoffnung geben, dass es viele Möglichkeiten gibt, um selbst etwas zur Gesundung beizutragen.

 

Wie alles begann …

Mein Leidensweg begann 2001 in einer für mich sehr stressigen Zeit. Ich litt monatelang unter Müdigkeit, Herzrasen und Haarausfall und hatte enorme Sehstörungen. Nach zahlreichen Untersuchungen fand man dann endlich die Ursache: ich hatte eine Schilddrüsenunterfunktion, Hashimoto und 2 Knoten auf der Schilddrüse. Mir wurden Schilddrüsenhormone verordnet und ich musste alle 3 Monate auf die Schilddrüsenambulanz zur Kontrolle. Die Schilddrüsenknoten nahmen an Größe zu und da es sich um kalte Knoten handelte, stand immer die Frage „Operation ja oder nein?“ im Raum.

 

Wenn die Seele krank ist …

2007 war dann wieder sehr schicksalhaft für mich und meine Gesundheit. Mein Vater erlitt einen Schlaganfall und war halbseitig gelähmt. Da meine beiden Geschwister zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben waren, beschloss ich, seine Pflege zu übernehmen. Es war eine enorme Umstellung voll Ängsten und Zweifel. Mein Körper antwortete mit einem Miom, das enorm schnell wuchs und gleich samt Gebärmutter entfernt wurde.

Die nächsten Jahre waren eine große Herausforderung. Schließlich hatte ich nicht nur meinen Vater zu versorgen, sondern auch noch meine beiden Töchter groß zuziehen. Ich weiß heute, dass ich damals vieles hätte verhindern können – aber in der damaligen Situation war mir das leider nicht klar. Ich steckte all meine Energie in meine zu bewältigenden Aufgaben. Meine eigenen Bedürfnisse habe ich überhaupt nicht beachtet.

Ich hatte heftige Probleme mit der Wirbelsäule und Gelenksschmerzen. Meine damaliger Lebensstil war alles andere als förderlich für meine Gesundheit. Ich rauchte, aß viel Süßes, Fleisch, Wurst, Käse und betrieb keinen Sport.

 

Diagnose Krebs – der Tag der alles veränderte …

2013 kam dann der Tag, der mein ganzes Leben veränderte: durch einen Zufallsbefund wurde bei mir Blasenkrebs diagnostiziert. Ich fiel aus allen Wolken, da ich überhaupt keine Symptome hatte. Der Schock und die Angst waren riesig. Die erste Aktion die ich setzte, war mit dem Rauchen aufzuhören.

Der Tumor wurde dann einige Wochen später „im Guten“ entfernt, erwies sich aber wie erwartet, als bösartig. Nach zwei Monaten im Schockzustand, beschloss ich, dass ich unter allen Umständen ein Rezidiv vermeiden wollte. Ich war bereit, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um wieder ganz gesund zu werden.

 

Wie ich meinen Krebs und meine Schilddrüse. – der Start in ein gesundes Leben …

Meine Familie war mir in dieser Zeit eine sehr große Hilfe – mit viel Liebe half sie mir durch diese schreckliche Zeit. Meine ältere Tochter und ihr Mann, lebten zu diesem Zeitpunkt schon einige Monate vegan. Sie erzählte mir, dass gerade bei Krebserkrankungen eine rein pflanzliche vollwertige Ernährung hilfreich sein kann. Ich kämpfte mich durch zahlreiche Fachbücher und hörte mir Dokus und Vorträge zu diesem Thema an.

Mein Mann und ich beschlossen testweise eine Woche vegetarisch  zu leben. Nach dieser Woche ging es uns mit unseren Gelenks- und Verdauungsproblemen viel besser. So beschlossen wir, bei dieser Ernährungsform zu bleiben. In den folgenden Monaten ließen wir immer mehr Milchprodukte weg und wurden so allmählich vegan. Außerdem supplementieren wir Vitamin D3 und B12. Ich nehme zusätzlich Zink und Selen zu mir. Ich begann mit Qi Gong und Meditation. Außerdem dehnte ich meine Hundespaziergänge im Wald aus. Ich fand zu mir selbst zurück und kam wieder ganz in meine Mitte.

Im Frühling und Herbst entgifte ich seit einigen Jahren regelmäßig mit Wildkräutern. Auch Zucker und Weißmehl versuche ich zu meiden.

Durch meine Krebserkrankung rückten meine Schilddrüsenuntersuchungen in den Hintergrund. Als ich dann nach 8 Monaten zum Ultraschall ging, teilte mir der Arzt mit, dass sich die Knoten wesentlich verkleinert hatten. Allgemein ging es mir unglaublich gut.  Die Gelenks- und Rückenschmerzen besserten sich von Woche zu Woche.

Im Dezember 2015 waren meine Schilddrüsenknoten komplett verschwunden. Aufgrund dieses Befundes und meiner inneren Stimme setzte ich die Schilddrüsenhormone 2016 ab. Heute sind meine Werte auch ohne Medikamente normal, vom Hashimoto merke ich überhaupt nichts mehr.

Ich bin topfit und voll Energie und genieße mein neues Leben! Mein Krebs ist zum Glück bis zum heutigen Tage nicht zurück gekehrt. Ich lebe jetzt viel bewusster als zuvor und weiß meine Gesundheit zu schätzen!

Traurig ist nur, dass ich erst durch meine Krebserkrankung erkannt habe, wie wichtig es ist, auf meine Gesundheit zu achten. Es ist unglaublich, welch wesentlichen Einfluss unser Lebensstil auf unser Befinden hat. Ernährung, Bewegung, Entspannung, ausreichend Schlaf, frische Luft und die Natur helfen uns gesund zu bleiben.

 

Man kann selbst so viel zum Wohlbefinden beitragen – allerdings nur, wenn man dazu bereit ist, seine eigene Komfortzone zu verlassen. Aber ich verspreche euch, es lohnt sich!

 

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Hintergrund Wiesenblumen

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