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Die Brennnessel – ein wahrer Tausendsassa!

Die Brennnessel kann weitaus mehr als unseren Organismus mit zahlreichen Nährstoffen (Kieselsäure, Magnesium, Eisen, Kalium, Silicium, Natrium, Chlorophylle, Vitamin B, Vitamin C etc.) versorgen. Ihr wird eine blutbildende, blutdruck- und cholesterinsenkende, schleimlösende, wassertreibende und stärkende Wirkung nachgesagt. Sie sollte in keiner Frühjahrskur fehlen. Sie leistet nicht nur beim Entgiftungsprozess wertvolle Dienste, sondern wird auch bei Harnwegsinfekten, Prostatavergrößerungen, Rheuma, Gicht und Verdauungsproblemen empfohlen.

Um den Körper die vollen Wirkstoffe zukommen zu lassen, empfehle ich sie als Beigabe in den Smoothie. Keine Angst, in dieser Form brennt sie nicht mehr, da die Brennnhärchen im Mixer zerstört werden. In Kombination mit einer Banane und/oder einem anderen Obst schmeckt dieses Getränke wirklich sehr gut und versorgt uns mit wertvollen Inhaltsstoffen.

Alternativ dazu kann man auch eine 3-wöchige Brennnesselteekur machen. Dazu trinkt man täglich 2 Tassen Brennnesseltee (entweder 1 EL klein geschnittenes frisches Kraut oder 1 TL getrocknetes Kraut auf 1/4 l Wasser).

Man kann auch viele Gerichte aus dieser tollen Pflanze zubereiten, wie z.B. eine Suppe, einen Brennnesselspinat, einen Brennnesselstrudel etc.

 

Hier ist das Rezept für eine besondere Delikatesse – gebackene Brennnesselblätter:

Zutaten:

2 Hände voll Brennnesselblätter

0,33 l Bier

250 g Mehl

2 Knoblauchzehen oder 1/2  TL Knoblauchpulver

Salz und Pfeffer nach Geschmack

Öl zum Ausbacken

 

Zubereitung:

Bier, Mehl und Gewürze zu einem Teig mixen, der eine ähnliche Konsistenz wie Palatschinkenteig hat. Das Öl erhitzen. Die Brennnesseln mit Hilfe von 2 Gabeln durch den Bierteig ziehen und im Öl knusprig herausbacken. Dazu passen sehr gut eine Knoblauchsauce und Salat.

 

Ohne Brennnesseln gäbe es so manchen Schmetterling nicht!

Viele Schmetterlingsarten, wie z.B. Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Admiral und Landkärtchen ernähren sich im Raupenstadium ausschließlich von den Blättern der Brennnessel. Sie sind somit auf diese Pflanze angewiesen und könnten ohne sie gar nicht existieren. Insgesamt ernähren sich etwa 50 Schmetterlingsarten als Raupen u.a. von Brennnesseln.

 

Brennnesseljauche = biologischer Dünger & Pflanzenschutz

Seit Jahren werden mein Gemüsebeet, meine Obstpflanzen und Blumen im Frühling mit Kompost und im Sommer und Herbst mit Brennnesseljauche gedüngt. Ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht. Außerdem kann man die Brennnessel auch zum Spritzen gegen Schädlinge einsetzen. Dadurch habe ich auch ohne Chemie tolle Erträge!

Ein weiterer Tipp: Ich verwende klein geschnittene Brennnesseln auch zum Mulchen und gebe ich sie auch vor dem Einsetzen der Gemüsepflanzen ins Pflanzloch.

 

Brennnesseljauche zum Düngen von Gartenpflanzen:

Für einen Zehn-Liter-Kübel benötigt man ca. 1 Kilogramm frische und zerkleinerte Brennnesseln. Darauf 10 Liter Wasser schütten, möglichst Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser. Damit diese Jauche nicht zu sehr stinkt, streue ich gerne Steinmehl darauf. Ich rühre diese Brühe täglich um. Die Jauche ist fertig, wenn sie nicht mehr schäumt, spätestens aber nach 14 Tagen. Mit der Jauche, verdünnt im Verhältnis 1:20, werden die Gemüse- und Obstpflanzen, sowie die Blumen gedüngt.

 

Brennnesselansatz zur Schädlingsbekämpfung:

Im Gegensatz zur Jauche wird hier 1 kg Brennnesseln mit 5 l Wasser übergossen und nur 24 Stunden stehen gelassen. Danach spritzt man sie unverdünnt (nicht bei direkter Sonneneinstrahlung) auf Pflanzen, die von Blattläusen befallen sind. Das Nesselgift wird gute Dienste tun. Wenn nötig, den Vorgang mehrmals wiederholen.

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