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Der Holunder

Der Holunder – ein vielseitiger Helfer aus der Natur! Er ist von jeher ein hochgeschätzter Strauch. Diese Pflanze enthält u.a. Gerbstoffe, Sapononin, Flavonoide, Vitamine und Mineralstoffe. Da seine Anwendungsmöglichkeiten in der Kräuterapotheke sehr umfangreich sind, wurde er immer gerne in Hausnähe gepflanzt. Von diesem Strauch kann man eigentlich alles verwenden: Die weißen Blüten, die schwarzen Beeren, die Blätter und die Rinde.

Die Blüten sind ein wunderbares Erste-Hilfe-Mittel bei beginnender Erkältung. Man kann aus ihnen alleine oder in Kombination mit Lindenblüten einen wunderbaren schweißtreibenden Tee machen. Wenn man diesen bei den ersten Anzeichen einer Erkältung trinkt, bleibt einem oft eine Verkühlung erspart.

 

Ein tolles Erfrischungsgetränk für den Sommer ist auch

Hollerblütensirup:

 

30 Holunderblüten

2 l Wasser

2, 5 kg Zucker

Saft von 3 Zitronen

6 dkg Zitronensäure

 

 

Dazu werden die Holunderblüten in ein großes Schraubverschlussglas gegeben (vorher auf etwaige Käfer kontrollieren). Dann lässt man das Wasser mit dem Zucker aufkochen. Nun gibt man den Zitronensaft und die Zitronensäure dazu. Wenn sich die Zitronensäure aufgelöst hat, übergießt man die Holunderblüten mit diesem Zuckerwasser und verschließt sofort das Glas. Diesen Ansatz lässt man ca. 4 Tage an einem hellen Ort stehen. Dann abseihen und in dunkle Flaschen füllen. Der Sirup ist ungefähr 1 Jahr haltbar. Er wird je nach Geschmack ca. im Verhältnis 1:7 verdünnt. Ein Schuss davon in ein einen weißen G’spritzten ergibt einen herrlich erfrischenden „Kaiserspritzer“.

 

Man kann die Holunderblüten auch in Palatschinkenteig tauchen und in heißem Fett heraus backen. Diese leckeren Holunderstrauben werden dann mit Zucker bestreut und mit Kompott oder Mus serviert.

Die Holunderbeeren sind roh genossen giftig. Aber zu Mus, Kompott oder Saft verarbeitet, leisten sie hervorragende Dienste zur Stärkung des Immunsystems.

Ein Tee aus den Blättern oder der Rinde wirkt stark blutreinigend und harntreibend. Zur Entwässerung trinkt man 1 Tasse über den Tag verteilt. Wichtig dabei ist, viel Wasser zu sich zu nehmen.

 

Hier ist noch etwas für den Gaumen:

Holunder-Likör:

1 kg Holunderbeeren (entstielt)

500 g brauner Kandis- oder Rohrzucker

1 Pkg. Vanillezucker

2 Zimtstangen

4 Gewürznelken

750 ml Rotwein

500 ml Korn oder Wodka

Die Beeren mit dem Rotwein, dem Zucker und den Gewürzen unter mehrmaligen Umrühren ca. 1 Stunde sanft köcheln lassen. Nach dem Abkühlen durch ein Tuch seihen. Nun den Schnaps zugeben, durchrühren und in Flaschen füllen. Der Likör sollte vor dem Genuss noch ca. 6 Wochen im Dunkeln nachreifen.

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