Kräuter / Bärlauch
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Bärlauch – schmeckt gut und ist gesund

Den Bärlauch (Allium ursinum) gehört zu den Lauchgewächsen wie Zwiebel, Knoblauch, Schnittlauch… Er kommt meist in hellen Laubwäldern vor.

Die Blätter verwendest du am besten frisch, roh und geschnitten – da hat er die meisten Wirk- und Aromastoffe. Beim Trocknen und Einfrieren geht der Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe verloren. Auch sein Geschmack leidet darunter. Eine gute Möglichkeit sein wunderbares Aroma auch zu einem späteren Zeitpunkt zu genießen ist, wenn du ihn zu Pesto verarbeitest. Ein Rezept dazu findest du weiter unten.

 

Achtung Verwechslungsgefahr!

Um Bärlauch nicht mit dem Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen zu verwechseln, solltest du auf folgende Merkmale achten:

  1. Der Bärlauch riecht intensiv nach Knoblauch
  2. Die Blattunterseite des Bärlauchs ist matt, die der Herbstzeitlose und des Maiglöckchens glänzend
  3. Beim Bärlauch wächst immer nur 1 Blatt auf einem Stiel

Ich empfehle dir jedes Blatt achtsam zu pflücken, damit du dir auch sicher sein kannst, dass es Bärlauch ist.

 

Wirkung

Wenn du deinem Körper nach dem Winter wieder auf Vordermann bekommen willst, dann greif beim Bärlauch kräftig zu. Er enthält unter anderem Schwefel, Eisen, Mangan, Kalium, Magnesium, Allicin und Vitamin C. Außerdem wird ihm eine keimtötende Wirkung nachgesagt, was sich positiv auf die Darmflora auswirkt. Das wertvolle Stoff Allicin bildet sich allerdings erst, wenn der Bärlauch geschnitten bzw. zerkleinert wird.

Bärlauch hat die Eigenschaft Schadstoffe zu binden, die dann über den Darm ausgeschieden werden. Das ist ganz besonders bei einer Frühlings-Entgiftungskur wichtig. Er kann dir auch helfen Schwermetalle (Blei, Quecksilber …) auszuleiten. Was besonders interssant ist, wenn du Amalgamplomben hast. Aber auch wenn du Antibiotika nehmen musstest, ist es ratsam Bärlauch zu konsumieren.

Außerdem ist Bärlauch für seine harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung bekannt. Darüber hinaus wirkt er auch antiseptisch. Er gilt als eines der besten Mittel zur Verhinderung von Arteriosklerose.

Ich habe auch schon öfter gelesen, dass er über krebshemmende Eigenschaften verfügen soll.

 

Es lohnt sich in jedem Fall dieses köstliche Kraut reichlich – am besten roh und zerkleinert – zu essen! Um ihn auch zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr zur Verfügung zu haben, kannst du ein Bärlauchpesto machen.

 

 

Bärlauch in seiner köstlichsten Form

Rezept Bärlauchpesto (vegan):

Zutaten: 300 g Bärlauch, 40 g Pinienkerne oder Nüsse, 300 ml kaltgepresstes Bio-Olivenöl, Salz & Pfeffer

  • Den Bärlauch waschen, trocken schütteln und grob schneiden.
  • Die Pinienkerne hellbraun rösten.
  • Mit den Pinienkernen und einem Teil des Öls in der Küchenmaschine zu einer cremigen Masse verarbeiten.
  • Wenn nötig gib noch etwas Olivenöl dazu.
  • Das Pesto mit Salz und Pfeffer würzen und in Schraubgläser füllen.
  • Die Masse mit so viel Olivenöl übergießen, bis diese mit einer Ölschicht abgeschlossen ist.

Wenn du das Bärlauchpesto im Kühlschrank aufbewahrst und die Olivenölschicht immer wieder ergänzt, ist es einige Wochen haltbar.

Bärlauchpesto kannst du gut für Aufstriche, Suppen, Saucen, Nudelgerichte etc. verwenden.

 

 

Rezept Bärlauchspätzle mit Lauch-Paprikasauce (vegan):

 

Bärlauchspätzle mit Lauch-Paprikasauce

Zutaten für die Spätzle:

3 Handvoll Bärlauch, 300 g Dinkelvollkornmehl, 100 g Gries, 4 EL Sojamehl, ca. 280 ml Wasser, 100 ml pflanzliches Obers, Salz, Kurkuma

Zubereitung Spätzle:

Bärlauch mit etwas Wasser passieren und mit den restlichen Zutaten verrühren. Ca. 30 Min. rasten lassen, dann in sprudelndem Wasser ca. 3-5 Min. kochen, abseihen.

 

Zutaten für die Sauce:

1 große Stange Lauch, 3 rote Paprika, 100 ml pflanzliches Obers, Suppenwürze, Pfeffer, Knoblauch, Olivenöl, ca. 150 ml Weißwein, 1 EL Mandelmus

Zubereitung Sauce:

Lauch in Öl anrösten, nudelig geschnittenen Paprika dazu geben, kurz durchrösten und mit Weißwein ablöschen.

Mandelmus, Obers und etwas Wasser verrühren und zum Gemüse geben. Würzen und kurz dünsten und über die Spätzle geben. Mit buntem Pfeffer und gehackten Bärlauchblättern dekorieren.

Guten Gelingen!

 

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Hintergrund Wiesenblumen

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